Wenn das Schneidwerk nicht mehr dreht oder der Fahrantrieb schlupft, ist der Keilriemen meist der Schuldige. Vor dem Kauf Teilenummer oder Maße vom alten Riemen abnehmen – sonst passt der neue nicht.
Vor Arbeiten am Schneidwerk und Antrieb Zündkerzenstecker abziehen und alle rotierenden Teile zum Stillstand bringen.
Wann die Anfrage sinnvoll ist
Keilriemen sind modellspezifisch – Riemenbreite, Länge und Profil müssen passen. Modell, Baujahr und wenn möglich die alte Teilenummer erleichtern die Anfrage erheblich. Wenn das benötigte Teil bereits feststeht, findest du passende Artikel auch direkt im Shop.
Woran man merkt, dass der Riemen fällig ist
Der Schneidantrieb lässt nach, Gras wird gequätscht statt geschnitten – oder das Messerdeckblatt vibriert stärker als sonst. Bei Fahrantrieb-Riemen: Maschine zieht nicht mehr richtig, auch bei voll betätigtem Fahrhebel. Manchmal hört man's: Quietschen beim Einschalten des Schneidwerks oder ein dumpfes Schlagen wenn der Riemen läuft.
Ein gerissener Riemen ist meistens plötzlich und mit lautem Knall – der war dann schon länger am Limit.
Richtigen Riemen beschaffen
Keilriemen sind nicht universell. Breite, Länge und Profil müssen stimmen. Ein Riemen der zu lang ist, läuft mit zu wenig Spannung und schlupft. Zu kurz: lässt sich gar nicht einlegen oder überlastet die Spannrolle.
Am einfachsten: Teilenummer vom alten Riemen ablesen – steht häufig direkt auf der Flanke aufgedruckt. Wenn nicht: Riemenbreite und Außenlänge mit Schieblehre oder Rollmaß abnehmen. Modell und Baujahr des Mähers dazugeben.
Riemen wechseln – Ablauf
- Zündkerzenstecker abziehen.
- Riemenabdeckung abnehmen – je nach Modell mehrere Schrauben oder Schnellverschlüsse.
- Schneidwerkhebelzug entspannen oder Spannrolle von Hand drücken, bis Riemen lose sitzt.
- Alten Riemen von den Scheiben abnehmen – Reihenfolge und Verlauf merken oder fotografieren.
- Riemenscheiben und Umlenkrollen mit Lappen auswischen, auf Rillen und Verschleiß prüfen.
- Neuen Riemen in der gleichen Reihenfolge einlegen. Spannrolle zuletzt.
- Spannung prüfen: Riemen mittig auf der Scheibe, Spannmechanismus rastet sauber ein.
- Abdeckung wieder drauf, Zündkerze stecken.
- Kurzen Probelauf machen: Schneidwerk einschalten, auf ruhigen Lauf und Geräusche achten.
Spannrolle und Umlenkrollen mitprüfen
Solange der Riemen draußen ist, lohnt ein Blick auf die Rollen: per Hand drehen und auf Knirschgeräusche achten. Ein Lager das sich rau dreht oder hängt, frisst den nächsten Riemen in kurzer Zeit. Wenn's ein Lagerschaden ist, lieber gleich tauschen – die Rolle ist meist günstiger als ein zweiter Riemenwechsel.
Haftungsausschluss: Die in diesem Beitrag beschriebenen Arbeiten dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Orientierung. Alle Angaben wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit für jeden Einzelfall. Arbeiten an Motoren und Geräten dürfen nur von Personen durchgeführt werden, die über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Der Betreiber ist verantwortlich für die Einhaltung aller geltenden Sicherheitsvorschriften. AR Technik übernimmt keine Haftung für Schäden, die aus der Anwendung dieser Informationen entstehen.